Stichwort: E-Mail-Dialoge
 

VIEL LUFT UM NICHTS

Blindtexter und Tonton dachten anlässlich der a href=http://blindtexter.antville.org/stories/729922/Sauerstoffbar-Lesung laut über nichts nach
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Blindtexter: Sag mal TonTon. Wie sieht Deiner Meinung nach der durchschnittliche Sauerstoffbar-Kunde aus? Sind wahrscheinlich alles Fahrradkuriere,
die nach so einem Großstadtdschungeltag mal wieder Frischluft atmen wollen, oder?

Tonton: Klingt schlüssig - aber: ist Sauerstoff nicht ein chemischer Grundstoff?
Ein farbloses und geruchloses Gas, das mit fast allen Elementen Verbindungen bildet?
Vielleicht ist der durchschnittliche Kunde einer Sauerstoffbar daher
vielleicht eher ein Mitarbeiter einer Telekommunikationsfirma.
So à la Nokia - Connecting People. Was meinst du?
Blindtexter: Ooooh. Der Herr spielt die Allgemeinwissen-karte. Gib’s zu, Du hast unter www.wissen.de unter Sauerstoff nachgeguckt...
Tonton: Nö. Ich hab mir letztes Jahr die Dreieinhalbmeter-Version der limitierten 2000er Brockhaus-Edition im braunen Kunstleder-Rücken mit Goldprägung zugelegt. insgesamt 32 Bände. Ehrlich gesagt, wusste ich bis zu Deiner Frage nicht, wozu ich die eigentlich brauche.
Aber da ich ohnehin gerade darin geblättert habe, hab’ ich gleich auch noch unter “Bar” nachgeschaut. Was hältst Du von der Erklärung?:
“Die Bar ist ein Lokal, in dem hauptsächlich Getränke an einem auch Bar genannten Schanktisch ausgeschenkt werden. Die meisten Bars sind nur Abends und Nachts geöffnet, vermehrt aber auch tagsüber.
Je nach Ausrichtung wird Bier und eine einfache Auswahl an Modegetränken oder auch eine große Vielfalt an Cocktails angeboten.
Eine Bar ist ein beliebter Treffpunkt, sei es in Hotels oder als Ausgehziel in der Stadt. gerade bei zweitgenannter Form wird meist viel Wert auf die gespielte Musik gelegt.”.
- Kurze Pause -
Du sag mal…
Blindtexter: Hmm, was denn?
Tonton: Zählt Sauerstoff dann eigentlich eher zu den Modegetränken oder doch eher zu den Cocktails? Übrigens, wenn Du wissen möchtest, woher das Wort Cocktail kommt - frag mich!
Blindtexter: Nur weil Günther Dich bei “Wer wird Millionär” nicht genommen hat, musst Du hier nicht den Schlaumeier raushängen lassen.
Hab unter wissen.de im übrigen unter “Schlaumeier” nachgeschaut, um Dir hier gleich ne gepfefferte Retourkutsche liefern zu können: Doch die Erklärung war mit “Schlaukopf” relativ zweisilbig, so dass ich es dann doch lieber gelassen hab.
Aber noch einmal zurück zur Bar, wo laut Kunstlederrückenbrockhaus ja viel Wert auf gespielte Musik gelegt wird. Das ist in der Sauerstoffbar ja irgendwie anders. Da ist nichts gespielt.
Kein Fake. Alles pur. Alles echt. Echt glücklich aufgewachsene O²’s, die sich quasi zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen haben, um der Menschheit gemeinsam was gutes zu tun.
Weil die Welt böse und gemein ist und immer böser und gemeiner wird und den urbanen Mutter-Theresa-Sauerstoffengeln mit gasförmigen Abfallprodukten an die Kehle gehen, die
UND JETZT HÖR GUT ZU! MICH WÜRDE DER GÜNTHER MIT KUSSHAND NEHMEN!!!!
“in Abhängigkeit vom verbrannten Material und von den Verbrennungs-Bedingungen wechselnde Anteile von Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Schwefel- und Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen, Halogen- und Schwermetallverbindungen, Staub und Ruß enthalten”
Das man für die glücklich aufgewachsenen 0²’s einen kleinen Obolus entrichten darf, ist sozusagen ein angenehmer Nebeneffekt, ein karitative Geste für die es leider keine Spendenquittung gibt. Aber die wahren Wohltäter wollen ja eh nicht mit Namen genannt werden. Und wenn man die nicht von der Steuer absetzen kann, tut man sogar dem Staat was gutes.
Umso länger ich mich mit der Geschichte beschäftige, desto großartiger finde ich die Materie. Wusstest Du eigentlich, dass die 3 Aggregatzustände der Materie: fest, flüssig und gasförmig, bei hohen Temperaturen und Drücken (z. B. im Erdinnern oder auf der Sonne) ihren Sinn verlieren?
So richtig verstanden hab ich das ja ehrlich gesagt nicht. Ist vielleicht mit dem zu vergleichen, was dabei herauskommt, wenn zwei gealterte Nachwuchsautoren unter höchsten körper- und geistigen Anstrengungen und anspruchsbedingtem Leistungsdruck einen alltagsphilosophischen Dialog zusammenschustern.

Tonton: Sag mal, Du designierter Günther Jauch. Wie wäre es nach dem Monolog mit ner Runde Sauerstoffzelt?
Deine Alveolen müssen nach diesem Vortrag ja komplett schlaff in den Bronchial-Seilen hängen.
Ich dachte übrigens bis dato, dass sich die 3 verschiedenen Aggregatzustände auf etwas völlig anderes beziehen...
Flüssig stand bei mir für: “ich hab nie genug Geld, um mir was zu kaufen.”
Fest stand bei mir für: “Mist noch über ‚ne Woche, bis mein Gehalt auf’m Konto ist.”
Und gasförmig stand für: “Egal, jetzt hat sich eh alles in wohlgefallen aufgelöst. Und was man nicht hat, gibt man auch leichter aus.
Aber sag mal, hast Du eigentlich schon mal im Flyer der Sauerstoffbar geblättert?
Blindtexter: Nö!
Tonton: Na, dann wird es höchste Zeit, mein Lieber. Wie findest Du das?
“...eine hochkonzentrierte Sauerstoff-Inhalation verbessert die Aufnahme, die Verwertung und den Transport von Sauerstoff. Dadurch kann auf Dauer bei Jüngeren, gut konditionierten Personen der Energiestatus um 10% und bei älteren, belasteten Personen sogar bis zu 90% erhöht werden!” Musstest Du wieder als Proband für die 90% Gruppe erhalten?
Aber da wir uns schon die ganze Zeit über chemische Elemente unterhalten, Hab ich dir eigentlich schon erzählt, dass ich letzte Woche in einer Kneipe schon mal auf Sauerstoff angesprochen worden bin?
Blindtexter: Neeee, aber es interessiert mich echt brennend. Kann kaum noch abwarten. Ist bestimmt tooootal interessant
Tonton: Der Kellner hat mich gefragt, ob ich e Sauerstöffche habbe will, oder aber lieber’n Süssgeschprizzde... witzisch, gell?
Blindtexter: Ich glaub Du solltest Deinen Wohnsitz nach Mainz verlegen, schade nur, dass die Faschingszeit schon vorbei ist. Dafür hast Du jetzt noch ein Jahr Zeit, um an Deiner Büttenrede zu schreiben.
Tonton: Ja, ja, das finde ich auch sehr schade, aber da wir jetzt schon bei den essentiellen Dingen des Lebens - wie zum Beispiel Fasching - sind,
was meinst Du, was ist denn nun wirklich wichtig im und zum Leben? Waldmeister für Wassereis?
Blindtexter: Mit Waldmeister-Wassereis kannst Du mich genauso jagen, wie mit Airwaves-Limone, da ist mir ein Klostein zum lutschen noch lieber. Kondome mit Bananengeschmack fallen wahrscheinlich in die gleiche Kategorie, wobei ich da nicht wirklich mitreden kann - der Geruch hat mir allerdings schon gereicht.
Aber im Prinzip hast Du Recht. sind nicht die unwichtigen Dinge die wirklich wichtigen Dinge des Lebens?

Tonton: Ja, da stimme ich Dir zu. Aber - ich würde deine Aussage gerne ergänzen. Denn eigentlich müsste es lauten: "Die vermeintlich unwichtigen Dinge des Lebens sind die wichtigen".
Das sind nämlich die, die man auf den ersten blick erst mal überhaupt nicht als solche wahr nimmt. Denen man nicht allzu viel Bedeutung schenkt und die sich aber dann im nachhinein als mögliche, wichtige Wendepunkte herausstellen.
Das ist ungefähr so, wie wenn man zu sich sagt:
"Och nö, die Einkommensteuerzahlungsaufforderung muss ich jetzt noch nicht bezahlen, das hat doch bestimmt noch Zeit.".
Jaaa, das ist relativ locker so daher gesagt und da wir Menschen ja zu Übersprungshandlungen neigen, können wir so etwas “unwichtiges” auch schnell wieder verdrängen. Meistens werden wir erst dann wieder daran erinnert, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und freundlich einen auf Kuckuck macht. Spätestens dadurch wird die Angelegenheit automatisch wichtig.
Oder - der Klassiker! Wenn ein Typ zu seinem Mädel sagt: "Och, nee. Du, da wird schon nichts passieren. Ich pass eeeeecht auf. Ich hab eigentlich noch nie mit Gummi, das fühlt sich doch auch für Dich bestimmt total unecht an..."
Ja und dann benötigt die Kleine 4 Wochen später erst mal keine Ultra Cares mehr!
Blindtexter: Deine Beispiele sind zwar wahrhaftig dramatisch, gehören aber eher in die Ecke “kleine Ursache, große Wirkung”.
Wobei der, dem der Gerichtsvollzieher alles bis auf die Fußmatte aus der Wohnung geräumt hat, vielleicht in den Genuss der Erkenntnis kommt, dass alles, oder besser gesagt vieles, wofür er mal gelebt hat, zwar materiellen, jedoch keinen wahren fühlbaren Wert hat.
Ich meinte eher die kleinen, stillen, fast alltäglichen Momente, Szenen und Bilder, die auf den großen Lebensplanungslisten nur Nebenrollen spielen.
Mit die glücklichsten Momente meines Lebens hatten Null Komma gar nichts mit “Comme des Garcons Leder Portemonnaies”, Poolpartys oder “Schloss Marco Brunn Gala Diners” zu tun - obwohl ich zugegebenermaßen auf Luxus und Dekadenz abfahre, ziemlich sogar.
Aber so auf’m Surfbrett im Meer, stundenlang keine Welle kriegen, weil man’s immer noch nicht richtig drauf hat - aber einfach das Wasser,
der Wind, die Sonne - Waoh. Das ist Glück.
Und mir würden noch tausend andere Dinge einfallen, tausend Beispiele dafür, dass man nicht nach den Sternen greifen muss, um glücklich zu sein.
Schweif ich ab?

Tonton: Na ja, sooo würd’ ich’s jetzt nicht sagen...
Blindtexter: O.k. Kommen wir zurück zu Deinem Waldmeister-Wassereis-Satz. Die blöden Dinger kosten vielleicht 5 Cent pro Stück, werden für 0,0001 Cent produziert, aber die Kids und Ex-Kids, die darauf stehen, würden dafür jeden Hägen Daaz-Krokant-Becher links liegen lassen. Und solche Beispiele gibt’s für alle Lebensbereiche. Ich vergesse das immer wieder. Die Suche nach dem Kick, nach mehr und größer und geiler ist wie eine Sucht.
Wie Drogenabhängige brauchen wir immer mehr und mehr. Egal wie viel ich verdiene, ich bin immer im Dispo - und zwar seit ich ein Girokonto hab. Macht das Sinn?

Tonton: Gut beobachtet. Wahrscheinlich macht das schon Sinn, denn der Weg ist ja auch ein Teil des Ziels.
Das gab’s ja auch bereits beim Turmbau zu Babel. Der hat ja nicht so richtig funktioniert.
Wer zu hoch hinaus will, kann sehr tief fallen.
Aber diese Erkenntnis kann auch sehr hilfreich sein, wenn dieser Absturz einem die Augen öffnet. Dieser “Aufschlag” tut trotzdem sehr weh.
Muß man sich doch dann meistens von liebgewonnenen Gewohnheiten verabschieden.
Aber wie heißt es doch so treffend: “Die dunkelste Stunde, ist die vor Sonnenaufgang.”.
Sag mal, schweif ich jetzt ab?
Blindtexter: Ääh, nö? Ja, ja, Sonnenaufgang finde ich auch immer wieder schön.
Tonton: O.k., o.k., o.k. - schon gut.
Surfbrett - Wellen - Wasser - Designer-Klamotten - Alles schön und gut. Das sind dinge, mit einem sehr hohen Wohlfühlfaktor.
Aber, weißt du wann mir das Herz so richtig überläuft?
Blindtexter: Nö!
Tonton: Hotel in Paris: € 399,- - Inlineskates: € 198,- - Aber - wenn ein Mensch zu einem anderen aufrichtig sagt: “Ich liebe dich - so, wie Du bist”: ....?
Blindtexter: Unbezahlbar!
Jetzt müssten wir eigentlich unseren Vortrag beenden, nach dem Du die Rührungstränensäcke aktiviert hast. Lass mich erst mal tief Luftholen...
Womit wir schon wieder beim Thema wären!

Tonton: Das stimmt. Aber da das Wort “Unbezahlbar” noch so ein wenig bedeutungsschwanger im Raum schwebt, könnte man das ja eigentlich wieder mit den Fahrradkurieren, dem Großstadtdschungel und der Frischluft verbinden.
Etwas wie Sauerstoff, den wir zum leben de facto benötigen, ist eigentlich unbezahlbar.
Also, wie sieht denn nun der durchschnittliche Sauerstoffbar-Kunde aus? Wie Lotto-King-Karl?
Blindtexter: Kann man das so pauschalieren? Lotto King Karl kann ruhig draußen bleiben. Der duscht zu selten und was kann man in einer Sauerstoffbar weniger gebrauchen als schlechte Luft.
Ich würd’ sagen: Durchschnittliche Sauerstoffbar-Kunden sind alle, denen öfter mal die Luft ausgeht. Jan Ullrich zum Beispiel. Ziggy Marley, wenn er mal wieder eine Friedenstüte zuviel unter der jamaikanischen Kokospalme verraucht hat, oder der Bundeskanzler - dem ja mittlerweile auch eingefleischte Sozialdemokraten Sauerstoffmangel im Gehirn attestieren.

Tonton: Ich glaube Schröder bräuchte eigentlich ne Perma-Sauerstoff-Behandlung. So unangenehm, wie der rüberkommt, sollte der sich lieber mit Lotto-King-Karl treffen. Die können dann beide draußen bleiben - obwohl man ja eigentlich die Hoffnung nie aufgeben sollte, glaube ich schon, dass die beiden bereits das Schaffner-Schild auf der Stirn haben - deren Zug ist de facto abgefahren.
Und während Jan Ullrich darüber nachdenken kann, wie er die Tour de France dann vielleicht im nächsten Jahr gewinnen kann, sollte er sich mal in das Sole-Bad mit dem “Toten-Meer-Salz-Zusatz” legen.
Da hat er dann eine subjektiv empfundene Spontan-Gewichtsreduktion. Damit hätte er auch seine von Eddy Merckxs angesprochenen “Lovehandles” wieder im Griff.
Aber ob die ihn bei 40.000 gefahrenen Radkilometern pro jahr wirklich interessieren, weiß ich natürlich nicht. Böse Zungen behaupten ja, bei Radfahrern würde der beste freund meistens auf die frisch geputzten Schuhe und nicht auf den Fahrradhelm zeigen.
Blindtexter: Eigentlich sollten wir die gesamte Nation zum kollektiven Luftholen schicken. Ich kann das aphatische Gejammer nicht mehr hören.
Die Maden im Speck faseln etwas von Konjunkturkrise und Perspektivlosigkeit, bloß um sich dann in den IKEA-beglückten vier Wänden einzuschließen um die nach der Euroumstellung übriggebliebenen Kröten festzuhalten, damit ihnen ja nichts passiert.
Statt Flucht nach vorne wird vorausschauend schon mal die weiße Fahne geschwenkt. Ich frag mich dagegen: Wo bleiben die Trümmerfrauen?

Tonton: Du sagst es. Und das schöne bzw. erkenntnisreiche daran ist, dass wir uns immer und immer wieder im Kreis drehen. Sowohl thematisch heute Abend, wie auch im richtigen Leben.
Und zu unserem Thema: “Was man eigentlich zum Leben benötigt”, fällt mir eine sehr treffende Beschreibung eines Jungautoren, Frederic Beigbeder aus seinem Debütroman 39,90 ein:
Er beschreibt - aus der Sicht eines bekannten und erfolgreichen Werbetexters - das Verhältnis, also die Beziehung zwischen den Konsumenten und den Produkten, die Beigbeder bewirbt.
Er beschreibt es ungefähr so: “Du - als Konsument weißt nicht, dass ich als Werber gerade ein Produkt auslobe, dass Du zwar noch nicht kennst, aber wenn es dann auf dem Markt erhältlich ist, unbedingt haben mußt, damit Du wieder zufrieden bist.
Denn ich werde Dir eintrichtern, dass Du ohne dieses Produkt unzufrieden sein wirst. Aber, wenn Du Dir dann endlich dieses Produkt gekauft hast, und glaubst endlich glücklich zu sein, sitze ich schon am nächsten Produkt, dass Du noch nicht kennst.
Und so werde ich Dich immer in einem quasi Dauerzustand der Unzufriedenheit halten und Du wirst, wie der berühmte Hund der Wurst hinterher rennen, die an einem Stock hängt, der auf deinem Rücken festgebunden ist.”.
Also, ich sage nur: Digitales Fernsehen, bis zu 500 Fernsehkanäle, 24 stunden TV, Reality Shows, Zeitschriften à la Cosmopolitan und Mens Health, Six-Pack-Bauchmuskeln und Schönheitsoperationen, Internet, mediale Reizüberflutung...
Was meinst Du, stirbt der Hund während des Rennens an Herzinfarkt, oder findet er heraus, wie er an die Wurst kommt?
Blindtexter: Da gibt es ja mannigfaltige Studien. Hab sogar mal von einer gehört, wo die Wurst dem Hund hinterherläuft. Das sind dann die sogenannten Trendsetter. Wenn Du zu dieser Gruppe gehörst, rollen sie Dir einen roten Teppich aus und alles was dazu gehört. Aber ich glaube für uns ist der Zug abgefahren. Da musst du mindestens Weltmeister im Snowboarden, Teleprompterstar oder tiefdecolletierte Spinatliebhaberin sein.
Dann kannst Du Dich vor Würsten gar nicht mehr retten. Da nimmst du nur noch den Hinterausgang!

Tonton: Igittigittigitt - so viele Würste. Und das mir als Veggie. Da wird es mir ja richtig schlecht.
Aber, Du hast Recht, allzu viele Trümmerfrauen scheint es nicht mehr zu geben. Zumindest steht von denen nichts in den offiziellen Presseorganen der Frauen so à la Gala, Brigitte oder Amica und die Männer sitzen derweil kollektiv vor der Glotze - fussballbundesligisieren und formeleinsen vor sich hin.
Das fehlende Stück Natur liefert Krombacher frei Mattscheibe. Und wer ein richtiger Umweltaktivist ist, der kauft sich gleich einen ganzen Kasten Krombacher und rettet so einen Quadratmeter Regenwald. Das ist doch mal eine richtig geile Begründung für die Hopfenkaltschale.
(Lallend): “...Nein, mein Schatzilein, wenn ich kein Bier trinke, gibt’s bald keine Bäume mehr!”. Na denn, Prost.
Blindtexter: Kann man mit Gin-Tonic eigentlich auch Regenwald retten? Dann käme ich schon auf einen 32tel Hektar.
Jetzt hab ich aber komplett den Faden verloren. Wo waren wir denn stehengeblieben? Irgendwo zwischen Fahrradkurier, luftleerem Kanzler und Tofu-Würstchen.
Da fällt mir grad was ein. Durch die positive Wirkung von Sauerstoff ergibt sich quasi eine Kettenreaktion. So, wie wenn Du die Frau an der Käsetheke anlächelst. Dann geht die glücklich nach Hause und kocht ein leckeres spätes Abendessen - die Supermärkte haben ja jetzt bis 20 Uhr auf - und der Mann ist glücklich und geht am nächsten Tag ins große Büro und ist nett zu seinen Kollegen, die dann aufgrund der positiven Atmosphäre einmal nicht ihre Frauen schlagen, die dann wiederum nicht ihre Kinder schlagen und im Kindergarten geht dann alles ganz friedlich zu.
Die Schulkinder lassen ihre 45er Magnum zu Hause und machen in der Pause Seifenblasen. Verstehste?
So ‘ne Dosis Sauerstoff kann die Welt verändern. Du fühlst Dich ein Stückchen besser und Schwupps...
PING PONG PANG haste die Welt verändert.

Tonton: Genau, und anstatt dem Ortsfremden, der äußerst höflich nach dem Weg fragt, ein griesgrämiges “Was is?” oder das legendäre, von ganzem Herzen kommende, frankfurterische “He?” ins Gesicht zu blaffen, nehmen sich die Menschen wieder Zeit und vor allem Rücksicht auf andere.
Das macht sich dann auch extrem im Straßenverkehr bemerkbar. Rechts vor links? Kein Problem. Der wartende Fußgänger am Zebrastreifen wird mit einem Lächeln und einer freundlichen Handbewegung zum Passieren der Straße aufgefordert.
die übelstgelaunte Kassiererin im Supermarkt wird solange angegrinst, bis sie einem fast dankbar dafür in den Arm nehmen möchte; und der auf Lebenszeit verbeamtete Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes wird sich, obwohl er eigentlich dafür nicht zuständig ist, all die Zeit nehmen, die es braucht, um uns zu helfen. Und wenn er uns dann zufrieden anschaut und uns mit den Worten “Ich habe ihnen doch gerne geholfen, Sie müssen sich dafür doch nicht bei mir bedanken, das ist doch mein Job” noch einen sonnigen Tag wünscht, spüren wir wie schön und respektvoll das Miteinander doch sein kann.
Blintexter: Und das geht ja noch viel weiter. Die Redakteure vom hessischen Rundfunk trauen ihren Augen und Ohren nicht - als sie sich per RMV ins Redaktionsbüro begeben. Lachende, gesunde, vitamingeladene Mitbürger stehen und sitzen in Bus & Bahn, unterhalten sich untereinander, liegen sich in den Armen, obwohl sie sich nie zuvor gesehen haben.
Die Folge: die hessischen Radio- und Fernsehsender berichten zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte nur über positive Ereignisse.
Zwar hat es die Redaktionsteams Blut, Schweiß und Tränen gekostet, das Programm zu füllen, aber in der Nachbesprechung sind sich alle einig: Es geht ihnen besser, viel besser. Die Stimmung dreht, es geht ein Ruck durch die Nation, die Konjunktur explodiert.
Die New Economy hat versagt, es lebe die Oxygen-Economy und das ist noch nicht alles...

Tonton: Haaaaaalllllloooooooo!
Du, ich glaube das reicht jetzt. Sonst verschrecken wir die Leute noch unnötig. Das sind ja richtige Horrorszenarien, die wir da skizzieren.
Laß uns jetzt mal ein wenig die Luft rausnehmen.
Blindtexter: NEEE. Ich sag jetzt nichts negatives, bloß weil Du die heile Welt nicht aushältst. Ich hab’s jetzt begriffen und ich möchte das es unser Publikum auch begreift...
(kleine Gedankenpause, direkt ans Publikum)
Schließen Sie jetzt bitte die Augen und stellen Sie sich vor, Sie lägen auf dem Meeresgrund in tausenden Metern Tiefe...
Sie atmen ein, Sie atmen aus.....

Tonton: Sehr verehrtes Publikum. Ich möchte mich an dieser Stelle, auch im Namen meines heutigen Gesprächspartners, ganz herzlich für Ihr Kommen und Ihre Aufmerksamkeit bedanken.
Wenn Sie mehr über “Atmen auf dem Meeresgrund” wissen möchten, besuchen Sie doch einfach einmal Blindtexters Homepage und klicken Sie auf den Link: “Tiefseetauchen - es geht auch ohne Sauerstoff”.
Dort erhalten Sie nützliche Tipps und Informationen über “Plötzliche Bewusstlosigkeit”, “Reanimieren - aber richtig” und “Warum fühle ich mich plötzlich so leicht?”.
Und falls Sie widererwartend noch nicht genug von uns haben, sind wir in 15 Minuten wieder für Sie da.

...   
 

Die falschen Götter der Richtigmacher und andere Übersetzungsfehler

Ein E-Mail-Dialog zwischen Blindtexter und Leowee
Blindtexter:
Fehlerglorifizierung geht mir auf den Nerv, und wenn wir mal ehrlich sind, wer mag schon einen Sprung in der Lieblingsplatte, eine offene Naht im Designerpulli, aussetzende Viertakter, verkrumpelt nachwachsende Basilikumblätter auf dem Balkon usw. Auch schlimm sind die "ich rede mir die Fehler meiner/meines Liebsten schön"-Gestalten à la "sie ist so süß und tollpatschig" oder "er kann nicht über Gefühle reden, aber richtige Männer sind halt so". Mit den Fehlern unseres Gesellschaftssystem will ich gar nicht erst anfangen, dann schreiben wir nächstes Jahr noch an unserem Fehler-Dialog...

Leowee:
Ja, das System ist ein Fehler für sich. Abgesehen davon ist es möglicherweise der Grundstein allen fehlerbehafteten Übels. Ich denke beim Thema Fehler nämlich nicht an zerkratzte Lieblingsplatten (das geht für mich eher in die Richtung "kaputt"), sondern sofort an strategische Fehler, Fehler im Verhalten. Und aufgrund welcher Kodizes kann man überhaupt annehmen, dass man falsch gehandelt, sich falsch entschieden habe? Doch nur aufgrund der gesellschaftlichen.
Beispiel Karriere und beruflicher Erfolg (Wer definiert übrigens, was das sei?): Ich frage mich oft, warum ich 1999 nicht mein Studium abgeschlossen habe (jetzt ist es finanziell und zeitlich so schwer). Warum habe ich den Festvertrag als Multimedia-Autorin bei einem Kids-Portal in letzter Minute nicht unterschrieben? Warum ging ich damals nach Hamburg, obwohl ich in Berlin frisch verliebt war? Nun hab ich immer noch keinen Pfifferling auf der Naht und die anderen buchen ihren Südseeurlaub.
Wäre ich möglicherweise längst Kaiserin von China, wenn ich mich jedes Mal für das "Richtige" entschieden hätte? Die Frage „Was wäre wenn?“ begründet die Idee des Fehlers überhaupt. Doch wo ansetzen bei der Fehleranalyse? War es etwa schon falsch, dass ich nicht die 3. Klasse übersprungen habe? Wenn ich mir jetzt auch noch all die Erziehungsfehler meiner Eltern vor Augen führe...
Hier endlich meldet sich eine Stimme zu Wort, die es besser weiß: Die Auseinandersetzung mit den Übeln meiner zarten Jahre haben mir Einblicke ins Leben gewährt, die ich als watteverpacktes Luxusgeschöpf nie erhalten hätte. Ich bin das geworden, was ich bin - und jemand anderes will ich nicht sein! Statt der glatten "Karriere" habe ich Vollkaracho gelebt, manchmal auch gegen die Wand – aber ist das nicht viel aufregender?! Die Perlen des Seins schimmern oft nicht auf der Zielgeraden, sondern auf Seitenpfaden...
Das ist es, wo Erfolgstrainer ansetzen. Sie meinen: Es gibt keine Fehler. Betrachten Sie alles, was Sie getan haben, als Erfahrung. Und aus Erfahrung wird man bekanntlich klug.
Da es das Absolute nicht gibt und wir alle verhaftet sind in einem relativen Wertesystem, liegt es im Grunde an uns, wie wir das Einzelne bewerten - und ob es uns froh macht oder hadern lässt. Das ist aktive Selbstbestimmung gegen passives Opfergejammer.
Blindtexter:
Das „Ach-hätte-ich-doch“-Spiel finde ich oft kurzsichtig. Schließlich weiß man ja nie was passiert wäre, wenn du die 3. Klasse übersprungen hättest. Nehmen wir doch einmal an, die 4. Klasse wäre anschließend auf einer Klassenfahrt in einen Busunfall mit zehn Toten verwickelt worden... Du siehst, worauf ich hinaus will: Ist das Bereuen nicht in den meisten Fällen müßig? Zudem könnte die Welt morgen eh plötzlich ganz anders aussehen.
Viele Karrieren sind nicht in einer Kurve nach oben gegangen. Ob wir sie nun Erfahrungen nennen oder Fehler – zumindest liegen sie in der Vergangenheit. Vielleicht wird die Erfahrung, die Du durch Deine bisher größten Fehler gesammelt hast, Dich einmal noch weiter führen, als Du es Dir je erträumt hast... Klingt ziemlich pathetisch und schönredemäßig, aber...
Für alle kommenden Lebensentscheidungen müsste uns diese einfache aber dafür umso elementarere Erkenntnis doch eine große Hilfe sein. Ob es darum geht den Job zu wechseln, sich selbstständig zu machen, den Partner zu verlassen oder Kinder in die Welt zu setzen – oft fehlt uns der Mut aus Angst davor, Fehler zu machen. Dabei müssten wir viel radikaler Leben. Doch oft habe ich die Hosen voll, obwohl mein Werdegang alles andere als konservativ ist.
Warum drehen wir den Spieß nicht einfach um und beschließen Fehler zu machen. Also nicht wissentlich das Falsche tun, sondern eher mutig nach den Sternen greifen und dabei das Risiko eingehen von der Leiter zu fallen... Dann komme ich ein halbes Jahr in die Reha und kann endlich mein Buch fertig schreiben, was dann natürlich ein Bestseller wird...
Leowee:
Zumal in den Sternen steht, was deine Bestimmung ist und deine Bestimmung ist, was dein Herz will...
Du wirst lachen, manchmal stelle ich mir was Gruseliges vor: Was würde ich tun, wenn ich wüsste, ich hätte nur noch kurz zu leben? In Depression versinken vielleicht, aber was hülfe mir das? Nächste Variante: Sofort allen falschen Ballast aus meinem Leben entfernen! Jede Fremdbestimmung aufgeben, alle Jobs, die ich nur des Renommees wegen mache (haha, und des Broterwerbs wegen - psst!) und endlich radikal nur noch das tun, was ich eigentlich will: das Leben in vollen Zügen inhalieren und in kreativen Feuerwerken explodieren, schreiben, erfinden... Diese Übung mache ich ab und an, um mich auf das für mich Wesentliche (zurück) zu besinnen und mein Tun zu korrigieren, im Sinne von carpe diem.
Allerdings liegt dieser Kompromisslosigkeit eben auch die Prämisse der Kurzfristigkeit zugrunde; das „Lebe, als sei es dein letzter Tag“ killt jeden Investitionsgedanken, ist sozusagen anti-kapitalistisch. Um am Ende etwas Größeres zu ernten, z.B. ein Examenszeugnis, muss man die Lust zu Lasten der Spontaneität aber manchmal aufschieben.

Blindtexter:
Ja. Manchmal wird mir ganz schlecht, wenn ich die ganzen Richtigmacher um mich herum sehe. Waoh, fertigstudiert in der Regelstudienzeit und dann auch noch mit Prädikat... Ich bin beeindruckt, wie viel Leere derweilen Köpfe ausstrahlen, in denen aufgrund ihres vergeistigten Studenteneremitenlebens doch so viel drin stecken müsste. Genau diese Spezies kann einem im Job den letzten Nerv rauben. Vor lauter Eifer sterben ihre Vertreter irgendwann hoffentlich den einsamen Tod der Bedenkenträger.
Da war mir mein ehemaliger Chef in einer Werbeagentur lieber. Als ich mein Praktikum anfing, prophezeite er mir, dass ich mein Studium eh nicht fortsetzen würde, wenn ich einmal Lunte gerochen hätte (hatte natürlich was mit seiner Vergangenheit als Studienabbrecher zu tun). So kam es dann auch... Bereut hab ich es eigentlich nie. Manchmal vermisse ich bloß, dass ich kein Thema jemals theoretisch wirklich vertieft habe... But... you can’t have it all!!!
Zurück zu den Alles-Richtigmachern: Habe selten das Gefühl, dass diese Leute glücklich und erfüllt sind. Eher scheinen sie von einer inneren Unruhe, fast Panik getrieben. So eine krasse Obrigkeitshörigkeit und einen Mangel an Selbstwertgefühl beobachte ich auch an ihnen. Ja nicht zu spät ins Büro kommen, ja nicht auf eigene Faust einen Akku für den Laptop bestellen – dabei reißen sie sich eh schon den Arsch auf und machen einen ziemlich guten Job, aber die Angst vor dem Fehler, der ihnen ihre Reihenhauszukunft raubt, treibt sie weiter und weiter im Kanal. Bis zum offenen Meer werden sie es so allerdings nie schaffen. Selber Schuld....
Leowee:
Hör mir auf mit diesen turbostudierten, blutleeren Aktenkofferträgern (und was sie studiert haben; das Leben jedenfalls nicht)! Diagramme hin, abstrakte Papers her. Zahlen, Fakten, Dollarzeichen. Mit dem Schlips um die Gurgel hecheln sie nach Effizienz, dabei erdrosseln sie jede kreative, lebendige Regung. Psychosoziale Krüppel ohne Lusthorizont, mit denen man eigentlich Mitleid haben müsste – wären sie nicht mit ihren Moneten an der Macht. (Das zum Thema falsche Götter...)
Das Prinzip des Kapitalismus entspringt ja geistesgeschichtlich der protestantischen Jenseitsvertröstung: Handele auf Erden richtig und dein ist das Himmelreich – nach dem Tod; die Protestanten müssen sich also Zeit ihres Lebens zusammenreißen, denn, anders als die Katholiken, können sie sich auf Erden durch keinen Beichtvater von ihren Fehlern, auch Sünden genannt, freisprechen lassen.
Andererseits ist Maria den Katholiken Kult; durch die Betonung ihrer unbefleckten Empfängnis Jesu geißeln sie das Geschlechtliche. – Achtung!: ein Übersetzungsfehler führt das kirchliche Volk Jahrhunderte lang an der Kandare; im hebräischen Original verheißt Jesaja: "Siehe, eine junge Frau wird schwanger werden...". In den ins Altgriechische übersetzten Evangelien wird daraus plötzlich die „Jungfrau“. Tse tse, wenn der Patzer mal keine prüde Absicht war! Die eigentliche Historie treibt’s noch wilder: Jesus war sogar ein uneheliches Kind und hatte später selbst ne Olle. Was sagt uns das?
Folge deinem Herzen und deinen Lenden, denn es gibt ein Leben vor dem Tod...
Blindtexter:
Hey, das mit dem Jesus wusste ich gar nicht. Passt aber irgendwie auch in unsere von Propaganda geprägte Welt. Die Wahrheit interessiert nicht, die Story zählt und was der Sache, der Macht dient, wird zur Wahrheit gemacht. Ist die Frage, ob es wirklich ein Übersetzungsfehler war und nicht etwa eine bewusste Täuschung à la „eine Jungfrauengeburt verkauft sich besser...“. Anyway: lass uns nicht auf ausgetretenen Pfaden gehen, lieber ab und zu Pionier sein - und vielleicht sind die Sterne näher als wir glauben...
Leowee:
Nach den Sternen zu greifen bedeutet für mich gewissermaßen schon wieder, das „Falsche“ aus meinem Leben zu verbannen, nämlich falsche gesellschaftliche Reglementierungen. Nichtsdestotrotz heißt wild drauflos zu leben auch Schmerz in Kauf zu nehmen. Schmerz ist was rasend Lebendiges!
Liebeskummer etwa ist nicht die Konsequenz der falschen Partnerwahl. In der Liebe gibt es kein „falsch“. In wen du dich verliebst, ist kein Zufall. Dein Geliebter oder deine Geliebte ist der Spiegel deines Wollens, deines zu entfaltenden Potentials vielleicht, ob komplementär oder deckungsgleich. Manchmal fühlst du dich zu jemandem darum nur so lange hingezogen, bist du das, was seine Persönlichkeit dir verführerisch vorlebt, an dir selbst entwickelt hast.
So sind auch seine oder ihre vermeintlichen „Fehler“ kein verflixtes Übel sondern Dinge, die auf die eine oder andere Weise auch dein Thema sind. Hat dein Süßer ein Drogenproblem? Vielleicht war bereits dein Vater ein Säufer. Tobst du vor Eifersucht, wenn deine Süße einem anderen zuzwinkert? Dabei bist du derjenige, der seiner Kollegin am liebsten die Röcke heben möchte...
Hier gilt: deinen Anteil daran erkennen und klar kriegen, bevor du den Partner wechselst; denn solange das Thema für dich nicht bewältigt ist, wird dein nächster Partner das gleiche Problem in grün haben. No way out!
Blindtexter:
Die Liebe die Liebe die Liebe. Auch bei mir ein großes Thema. Habe mittlerweile aufgehört nach Definitionen zu suchen. Ist es die Frau fürs Leben oder ist sie es nicht? Fuck it! Weiß nicht, wer mir da früher mal ins Hirn geschissen hat. Dieses „sich sicher sein“ gibt es einfach nicht. Ich kann mir zumindest nicht mehr vorstellen, diese Zuversicht zu spüren. Und diese immer wiederkehrenden Muster. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie lange und wie oft ich den Fehler (ich gehöre leider zu den partiell schizophrenen Verschwörungstheoretikern) immer bei den Frauen gesucht habe, bis ich gemerkt habe, das es an mir liegt. Die Frauen haben gewechselt, aber meine paranoiden Gedanken sind geblieben. Diese Erkenntnis war ein Meilenstein. Bis ich die Sache aber gänzlich los werde, wird noch einige Zeit vergehen. Es packt mich immer wieder... Da hätten wir also einen der Fehler in meinem System aufgespürt...

Leowee:
Also, ich finde Deine Fehler süß, zumal Du über sie reden kannst... Mit Verschwörungstheorien taktest du mich immer, vor allem, wenn sie so krumpelig gewachsen sind wie die Basilikumblätter auf meinem Küchenbord oder so tollpatschig vernäht wie ein Pulli von H&M. Nichts gegen Deine gefühlvoll gelebte Paranoia! Ein radikaler Griff nach den Sternen hingegen verlangt nach dem Mut, hin und wieder seine Lieblingsplatte zu zerkratzen...
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Leowee erfindet schreibt malt das Leoweb : die virtuelle Fantasiewerkstatt für staubfreie Menschen + to be joined : das Artistenforum Leowebber + a href=http://www.leowee.de www.leowee.de…

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Unglaubliche Begegnung der gleichen Art auf 10F.


Du heisst Robert Gerding, hast deinen Vater seit dem dritten Lebensjahr nicht mehr gesehen. Der blieb nach der Scheidung in den USA. Du gingst mit der Mutter zurück nach Deutschland. Dann deine späte Ankunft in der Herkunft. Ein Amerikaner in New York. Heute gehts nach Denver. Und du bist zu spät. ...
by blindtexter @ 19.07.09 18:20

Link-Mania


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by blindtexter @ 10.07.09 16:27

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by blindtexter @ 10.07.09 16:26

feels like home (Hamburg): Donnerstag, den 20.08.2009


Music:Ian Axel (NY, USA)Greg Holden (London, UK) Reading: Heinz Strunk (HH) Daniel Tobias Etzel aka Blindtexter (FFM) + special guest Time:8:00pm - 11:30pmLocation: Knust Street: Neuer Kamp 30 City/Town:Hamburg, Germany Alle Infos + Tickets: www.feelslikehome.org
by blindtexter @ 03.07.09 22:48
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by blindtexter @ 10.12.07 17:52

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